Phlebologie

Die Phlebologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des venösen Gefäßsystems, insbesondere am Bein. Aufgrund des aufrechten Gangs des Menschen sind diese Adern einer besonderen Belastung unterworfen. Daher treten hier häufig im Laufe des Lebens schwere Veränderungen wie Krampfadern und Durchblutungsstörungen auf.

Unsere Haut- und Laserpraxis bietet Betroffenen eine Reihe diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten an.

Leistungen

Doppler-Ultraschall

Dopplerverfahren werden u.a. benutzt zur Bestimmung von Blutfluss-Geschwindigkeiten und Venenklappendefekten. 

Venenfunktionstests

Venenfunktionstests (D-PPG, VVP) 

Krampfadern

Als Besenreiser bezeichnet man kleine büschelartige, bläulich-rote Erweiterungen von Hautvenen an den Beinen. 

Obwohl diese "Äderchen" keine Beschwerden verursachen, wünschen viele Frauen aus optischen Gründen eine wirksame Beseitigung. Dafür hat sich die Sklerosierung (Verödung) als nebenwirkungsarme und wenig schmerzhafte Behandlung seit langem bewährt. 

Wie entstehen Besenreiser? Die Veranlagung zur Ausbildung von Besenreisern ist erblich. Besenreiser entstehen unter dem Einfluss weiblicher Geschlechtshormone während oder nach der Pubertät und können durch Schwangerschaften zusätzlich gefördert werden. Sie bilden sich bevorzugt an den Außenseiten der Oberschenkel aus, können aber auch flächenhaft am gesamten Bein auftreten. 

Können Besenreiser Beschwerden verursachen? Besenreiser stellen für die betroffenen Frauen in erster Linie eine optische Störung dar. In wenigen Fällen können sie, insbesondere während der Periode, leichte Schmerzen auslösen. 

Im Gegensatz zu größeren Varizen ("Krampfadern") führen Besenreiser alleine aber nicht zu ernsthaften Beschwerden. Dennoch sollte vor einer Behandlung grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass eine Erkrankung des tiefen oder oberflächlichen Venensystems vorliegt. Dafür stehen auch in unserer Praxis moderne und schmerzfreie Untersuchungsmethoden (bidirektionaler Ultraschall-Doppler) zur Verfügung.

Wie lassen sich Besenreiser wirksam entfernen? Die älteste und immer noch beste Methode zur Behandlung von Besenreisern ist die Sklerosierung (Verödung). Das Prinzip der Verödung besteht darin, dass durch Einspritzen einer Flüssigkeit (Aethoxysklerol 0,5 %) in die erweiterte Vene eine kontrollierte Reizung der Venenwand verursacht wird, die zum Verschluss des Gefäßes führt. Die nebenwirkungsarme und wenig schmerzhafte Methode ist ambulant durchführbar und kann beliebig oft wiederholt werden.

Welche Nachteile kann die Sklerosierung von Besenreiser haben? Die Injektion des Verödungsmittels verursacht für wenige Sekunden einen leicht brennenden Schmerz. Gelegentlich kommt es auch durch die Verödung zur Ausbildung kleiner Blutergüsse oder einer milden Venenentzündung, was aber nicht gefährlich ist. Die verödete Stelle baut sich ab wie ein blauer Fleck, d.h. zuerst ist sie blau, dann grün, gelb, schließlich sieht man nichts mehr. Nach der Sklerosierung wird manchmal eine bräunliche Pigmentierung (Verfärbung) der Haut im Bereich der Einstichstelle beobachtet, die sich nach einigen Monaten wieder zurückbildet.

Als äußerst seltene Komplikation kann es zur Entstehung einer stärkeren Entzündung am Injektionsort kommen, die unter Hinterlassung einer kleinen Narbe nach einigen Wochen abheilt. Die Vorteile der Sklerosierungsbehandlung überwiegen aber die meist harmlosen und eher seltenen Nebenwirkungen bei weitem. 

Was ist nach der Sklerosierung zu beachten? Unmittelbar nach der Verödung sollten sie sich viel bewegen, d.h. umhergehen oder Fahrradfahren. Vermeiden Sie längeres Stehen oder Sitzen und gehen Sie für 8-10 Tage nicht in die Sauna oder unter ein Solarium. 

Laserbehandlung von Besenreisern

Die Laserbehandlung von Besenreisern empfiehlt sich i.d.R. nicht als primäre, sondern eher als Nachbehandlung von einzelnen Arealen.

In manchen Fällen ist die Laserbehandlung aber Mittel der ersten Wahl.

Über den hierfür notwendige Laser verfügt unsere Haut- und Laserpraxis.

Behandlung des offenen Beines

Der medizinische Begriff Ulcus cruris (lat. Ulcus „Geschwür“ und crus „Schenkel, Unterschenkel) bezeichnet ein seit jeher bekanntes Krankheitsbild: ein Geschwür am Unterschenkel; eine offene, meistens nässende Wunde, welche über lange Zeit nicht abheilt. Umgangssprachlich wird es auch als „offenes Bein“ bezeichnet. Betroffen sind meistens ältere Menschen, denen verschiedene Grunderkrankungen zu schaffen machen.

Ein Ulcus cruris, das trotz optimaler Therapie innerhalb von drei Monaten keine Heilungstendenz zeigt oder nicht innerhalb von zwölf Monaten abgeheilt ist, gilt als therapieresistent.

Quelle: Wikipedia (Überarbeiteter Text von Wikipedia)