Gefällt Ihnen Ihr Tattoo nicht mehr?

Mit einer kosmetischen Laserbehandlung können Sie es endlich loswerden.
Persönlicher Geschmack und auch die Zeiten ändern sich stetig. Deshalb ist es durchaus verständlich, dass Sie ihr einst so heiß geliebte Tätowierung leid sind. Nutzen Sie die Möglichkeit einer kosmetischen Laserbehandlung mit einem Nano- oder Picolaser. 

Wie funktioniert es?
Die Tinte im Tattoo absorbiert die starken Energieimpulse des Lasers. Dabei wird die Farbschicht in kleinste Partikel zerlegt. Die zerteilten Tintenpartikel werden anschließend vom Körper selbstständig abgebaut.

Gibt es Nebenwirkungen?
Im Allgemeinen sind die Behandlungen gut verträglich. Patienten vergleichen das Gefühl oft mit kleinen Nadelstichen. In Einzelfällen kommen Rötungen und die Bildung einer oberflächlichen feinen Verschorfung vor. 

Wie viele Behandlungen werden benötigt?
Die Anzahl der Behandllungen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Hierzu gehören die Tiefe, Farbintensität und die Farbigkeit des Tattoos. Durchschnittlich werden 6-8 Behandlungen benötigt, wobei schon nach 1-2 Terminen Ergebnisse zu sehen sind.

Sollte zwischen den Behandlungen eine Erholungspause eingelegt werden?
Zwischen den einzelnen behandlungen sollten 4-6 Wochen liegen. Sie können nach jeder Behandlung Ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.

Welche Tattoos können entfernt werden?
Grundsätzlich können die meisten Tattoofarben entfernt werden, wobei bestimmte Tinte schwerer zu entfernen ist als andere. Die Mehrheit der Farben wie Schwarz, Blau, Grün, Braun und Rot können aber effektiv behandelt werden.

Zur Abklärung, ob eine Laserbehandlung zur Tattooentfernung für Sie in Frage kommt, sprechen Sie bitte mit Herrn Dr. Steinmann.

Allgemeine Informationen:
Laut einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Kooperation mit der Ruhruniversität Bochum sind in Deutschland heute ca. 9% der Bevölkerung tätowiert. In der Altersgruppe zwischen 25 und 35 Lebensjahren liegt der Anteil sogar bei ca. 22%. Schätzungen beziffern den Anteil der Tätowierten, die im Verlauf ihre Tätowierung wieder entfernen lassen wollen, auf ca. 10%. Goldstandard der narbenfreien Tattoo-Entfernung ist die Behandlung mit Pigmentlasern. Gewarnt wird hingegen vor anderen, angeblich "schonenden" oder "natürlichen" Verfahren, wie etwa der Injektion von Milchsäure. Eine Stellungnahme des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) aus dem Jahre 2011 (Nr. 033/2011) bezeichnet in diesem Kontext 40%ige Milchsäure als gesundheitlich nicht unbedenklich und warnt vor teils schweren Entzündungsreaktionen mit Narbenbildung. Voraussetzung für die erfolgreiche Entfernung von Tattoopigmenten ist die Anwendung von Lasersystemen mit Güteschaltung. Konventionelle gütegeschal (q-Switched) Laser emmitieren hochenergische Riesenimpulse mit Pulslängen im Nanosekundenbereich, wie in unserer Praxis üblich. Hierdurch werden Tattoopigmente stark erhitzt uns photoakustisch zersprengt. Die entstehenden Mikrofragmente werden dann in der Folge über das Immunsystem abtransportiert bzw. über die Epidermis ausgeschleust. Die Dauer dieses Prozesses und die Regenerationszeit der Haut von bis zu sechs Wochen begründet die lange Dauer (vier bis sechs Wochen) der Behandlungsintervalle. Da für die komplette Entfernung von Laientätowierungen in der Regel vier bis sechs Sitzungen, für die Entfernung von Profitätowierungen zum Teil auch über 20 Sitzungen benötigt werden, resultieren lange, teils mehrjährige Behandlungszeiträume. DERMAforum  - Nr. 1/2 -  2015

Entfernung des Permanent Make-ups

Permanent Make-up ist die Bezeichnung für kosmetische Tätowierungen insbes. im Gesicht, durch die im Idealfall mindestens, gleichzeitig aber auch maximal mehrjährig haltbare künstliche Lidstriche, Lippenkonturen u.a. erzeugt werden. Die Kunst einer perfekten Kosmetikerin besteht darin sich in den unterschiedlichen Hautdicken im Gesicht sicher auszukennen und somit exakt die richtige Tiefe zu treffen. 

Grundsätzlich ist das Permanent Make-up (PMU) schon sehr verlockend: In jeder Lebenslage gut aussehen und keine Zeit mehr fürs Schminken verschwenden. Doch wie alle "Wundermittel" kann das auch ganz schön schief gehen, wenn unpräzise gearbeitet wird. 

Eine Tätowierung wird in die Dermis (zweite Hautschicht) gesetzt, ein Permanent Make-up nur in die Epidermis (Oberhaut, 1. Hautschicht), ein großer Unterschied, der zu oft mißachtet wird. Deshalb darf es bei einer fachgerechten Pigmenteinbringung nicht bluten. Blutet es, so ist zu tief gestochen worden und nun entstehen die Probleme: Durch die Blutung gelangt Pigment diffus ins Gewebe und Linien wirken wie ausgewaschen. Leider kann man mit dem Laser diese Fehler nicht wie mit einem Lineal wieder wegzaubern, dennoch aber evtl. etwas verbessern. Eine weitere Gefahr bei zu tiefer Nadelung besteht darin, dass statt eines PMU eine Tätowierung ungewollt gestochen wurde und nicht mehr verschwindet, obwohl sich der Geschmack oder die Mode sich zwischenzeitlich geändert hat. Hinzu kommt, dass nach Jahren scharfe Konturen der PMU verwischen und sich eine Farbänderung einstellt. Gleiches gilt auch für das Einritzen der Haut, dem Microblading, eine Variante des PMU.

Der Gesichtsbereich ist in Hinblick auf eine Pigmententfernung mit unserem Laser ( Q-switched Nd:Yag, Cynosure) sehr dankbar. Aufgrund der guten Durchblutung und schnelleren Wundheilung können Sitzungsabstände auf vier Wochen reduziert werden.

Ein vorrübergehendes Problem, dass wir bei PMU häufiger als bei Tätowierungen sehen, stellt der Farbumschlag dar. Wie kann so etwas passieren? Beim PMU haben wir es mitunter mit minderwertigen Farbgemischen zu tun. Manche Pigmentunterfarben sprechen auf den Laser besser an als andere, sprich diese verschwinden als erste. Dann werden die übriggebliebenen hartnäckigeren Pigmente Schritt für Schritt entfernt.

In einem Fall haben wir ein völlig schief und unterschiedlich dick gesetztes PMU unterhalb der Augenlidkante kurzerhand elegant mit dem Skalpell entfernt.