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PHOTODYNAMISCHE THERAPIE (PDT)

PDT bei aktinischen Keratosen - Überblick

Sollten sehr viele, über die lichtgeschädigte Haut verteilte aktinische Keratosen vorliegen, eignet sich die Photodynamische Therapie (PDT).  Diese krustigen, leicht rötlichen Hautveränderungen gelten als Frühstadium des weißen Hautkrebses.

Bei der PDT wird vor der Behandlung eine spezielle Creme aufgetragen, die die Haut lichtempfindlicher macht. Anschließend wird eine gezielte Bestrahlung der geschädigten Haut mit einer Lichtquelle bestimmter Wellenlängen die lichtsensiblen Hautareale behandelt. Dadurch werden die bereits veränderten Areale (aktinische Keratosen) gezielt zerstört. Es bildet sich zunächst eine Rötung und eine Entzündungsreaktion, die im Verlauf abheilt. Sie erhalten im Anschluß zur Hautpflege eine Creme, die sie regelmäßig zweimal täglich anwenden. 

Vorteil dieser Behandlung ist das großflächige Erfassen diffus erkrankter Haut. Bösartige Neubildungen, die gerade im Entstehen sind, werden gleich erfaßt, ehe sie sich ausbilden. 

Bei extrem ausgeprägten Fällen, wenn ein Feldkanzerisierung mit starken Verhornung vorliegt, wird eine intensive, großflächige Laser-Hauterneuerung, das Laser-Skinresurfacing mittels eines Scanners vorgenommen.

Unsere Praxis ist dem Tumornachsorge-Programm des Landes Rheinland-Pfalz angegliedert, so daß eine fachgerechte Nachkontrolle gewährleistet ist.

PDT bei aktinischen Keratosen - Nähere Informationen

Wie heißt meine Hauterkrankung, was bedeutet diese Bezeichnung und wie ist diese Erkrankung entstanden?  

Ihre Hauterkrankung heißt aktinische Keratose oder auch solare Keratose. «Keratose» bedeutet soviel wie «Verhornungsstörung». Sie können diese Abweichung von der normalen Hautverhornung als Verdickung und als Unregelmäßigkeit der Hornschicht Ihrer Haut direkt fühlen. Das Wort «aktinisch» und das Wort «solar» weisen beide auf die wichtigste Ursache der Entstehung dieser Erkrankung hin, nämlich die Sonnenstrahlung: «Solar» heißt «von der Sonne» und «aktinisch» heißt «durch Strahlung hervorgerufen». Man bekommt die aktinischen Keratosen, meist ist es nicht nur eine, sondern mehrere, nämlich nur an Körperstellen, die über lange Zeit der Sonne ausgesetzt waren. Ein bestimmter Teil des Sonnenlichts, das ultraviolette Licht im mittleren Energiebereich (man nennt es UVB-Licht), ist die Hauptursache für die Entstehung dieser Hautveränderungen. Durch oft jahrelange Einwirkung von Sonnenstrahlen auf bestimmte Zellen in der obersten Schicht der Haut kommt es zu bleibenden Veränderungen in der normalen Aktivität dieser Zellen. Ihre Funktion gerät in gewisser Weise außer Kontrolle; sie bilden diese «Keratosen». 

Handelt es sich bereits um Hautkrebs? 

Die aktinische Keratose ist in diesem Zustand kein ausgewachsener Hautkrebs, aber eine gut behandelbare Frühstufe. Sie können über Jahre so bleiben, wie sie jetzt sind, sie können sich sogar von selbst weitgehend wieder zurückbilden, sie können auch mehr oder weniger schnell grösser werden. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gehen sie in ein fortgeschrittenes spinozelluläres Karzinom (Spinaliom) oder Plattenepithelkarzinom über. Das Spinaliom ist der zweithäufigste Hautkrebs und durchaus gefährlich. Die auf die Lebenszeit eines Menschen bezogene Wahrscheinlichkeit für eine solche Umwandlung der aktinischen Keratose in einen Hautkrebs beträgt etwa 20%. 

 

Muss man aktinische Keratosen behandeln? 

Ja. Die Therapie ist relativ einfach, sicher und wirkungsvoll.

 

Mir wurde zu einer Photodynamischen Therapie (PDT) geraten. Was ist das? 

Die PDT ist eine moderne Methode, die Ihre Hautveränderung gewissermaßen mit den eigenen Waffen schlägt. Der spezielle PDT-Wirkstoff ist in einer Creme enthalten. Durch Einwirken dieser Creme wird das veränderte Gewebe zunächst lichtempfindlich gemacht. 

Durch die Belichtung mit rotem Kaltlicht oder IPL werden dann die so vorbehandelten Zellen gezielt zerstört. Binnen weniger Tage und Wochen werden sie abgestoßen und durch gesunde, frische Zellen, die durch Teilung aus benachbarten Hautzellen entstehen, ersetzt. Die umliegende gesunde Haut bleibt dabei weitestgehend unbeeinträchtigt. 

 

Wie wird diese PDT an mir durchgeführt? 

Für den Ablauf der Behandlung gibt es zwei Möglichkeiten, für die sich Ihr Arzt je nach Art des Befundes entscheidet: Entweder werden gleich von Anfang an zwei Behandlungssitzungen geplant und im Abstand von 7 bis 14 Tagen terminiert, oder es wird zunächst nur eine Behandlungssitzung durchgeführt und Ihr Arzt wird in ca. 3 Monaten den Verlauf der Heilung begutachten. Bei vollständiger Heilung ist für Sie die Behandlung abgeschlossen, falls noch Reste der aktinischen Keratose festgestellt werden, wird eine zweite Behandlungssitzung durchgeführt. 

In der ersten Sitzung entfernt Ihr Dermatologe mit einem präzisen Laser das entstandene überschüssige Hornmaterial. Das erfolgt in örtlicher Betäubung und ist somit nicht schmerzhaft.

Danach wird eine Creme auf die Läsionen und 1 cm über die erkennbaren Ränder hinaus aufgetragen. Diese Creme enthält den Wirkstoff Methylaminolevulinat (MAL). MAL wird selektiv von den krankhaft veränderten Hautzellen aufgenommen und verwandelt sich dort in einen Stoff, der Protoporphyrin IX (PP9) heisst. Dieses PP9 macht die Zellen extrem empfindlich für rotes Licht. 

Danach werden die eingecremten Stellen mit einer Abdeckfolie bedeckt. Die optimale Einwirkzeit für MAL beträgt 3 Stunden. Während dieser Zeit können Sie im Wartezimmer Platz nehmen oder auch etwas erledigen. Die Stellen müssen allerdings vor Licht und auch vor sehr kalter Luft geschützt werden. Während dieser Zeit spüren Sie in der Regel nichts, manchmal ein ganz leichtes Kribbeln oder Zwicken. 

Nach diesen 3 Stunden wischt der Dermatologe die überschüssige Creme mit einem Tuch ab und wäscht eventuell noch etwas nach. Dann belichtet er die Stelle(n) mit einer bestimmten Lampe mit sehr starkem roten Kaltlicht oder IPL. Die benötigte Belichtungsdauer beträgt etwa 8–12 Minuten. Durch diese Vorgehensweise werden die krankhaft veränderten Hautzellen selektiv zerstört. 

 

Spüre ich etwas davon?

Ja. Bei den meisten Patienten entsteht bei der Belichtung ein Missempfinden, bei vielen auch ein leichter Schmerz. Bitte teilen Sie dem Arzt auftretende Schmerzen mit. Er kann durch Kühlung oder andere Massnahmen oder auch dadurch, dass die Belichtung unterbrochen wird, Linderung schaffen. Denken Sie aber daran, dass es sich hierbei um einen «guten Schmerz» handelt: Das krankhaft veränderte Gewebe wird zerstört! 

 

Was geschieht danach weiter? 

Nach der Behandlung setzt der Prozess der Abstossung der zerstörten Zellen und des Ersetzens durch gesunde Zellen ein. Es kann dabei nochmals zu leichten Schmerzen (bis etwa 4 bis 24 Stunden nach der Behandlung), Rötung (1–2 Wochen), Krusten, die wie eine Entzündung aussehen können (2–5 Tage), Schwellung (2–4 Tage), Farbveränderungen der Haut (2–4 Wochen) kommen. In der Regel wird sich Ihr Dermatologe das Ergebnis zeitnah ansehen und mit Ihnen besprechen. Sie  können natürlich auch jederzeit vorher einen Termin vereinbaren. 

 

Gibt es auch andere Therapiemöglichkeiten und warum raten Sie mir gerade zur PDT? 

Es gibt auch andere Möglichkeiten: Operation, Kältechirurgie, d.h. Vereisung mit extrem niedrigen Temperaturen, äusserlich anzuwendende Cremes mit so genannten «Chemotherapeutika» oder so genannten «Immunmodulatoren». In den meißten Fällen jedoch reicht eine Behandlung mit einem C02-Laser. Die genannten Cremes müssen über mehrere Wochen angewendet werden. Die Operation und die Kältechirurgie können in seltenen Fällen Narben und vor allem bleibende Dunkel- oder Hellverfärbungen der behandelten Haut hinterlassen. In Ihrem Fall liegt der besondere Vorteil der PDT in der hohen «Selektivität» (d.h. gesunde Haut wird geschont) und vor allem in dem zu erwartenden sehr guten kosmetischen Ergebnis. Ausserdem werden durch diese Methode neben den sichtbaren auch die schon vorhandenen, aber noch nicht sichtbaren, bösartig veränderten Zellen mitbehandelt. 

 

Eingangs hieß es, die Methode sei neu und modern, ist sie denn schon genügend erprobt? 

Ja. Weltweit sind viele klinische Studien durchgeführt worden und tausende aktinischer Keratosen mit sehr guten Ergebnissen behandelt worden. Das verwendete Medikament nach intensiver Prüfung zugelassen worden. Ihr Dermatologe hat an speziellen Fortbildungen zur PDT teilgenommen.

 

Wie soll ich mich weiterhin verhalten? 

Meiden Sie zu viel Sonne, verwenden Sie regelmässig Sonnenschutzmittel oder schützen Sie sich mit einer Kopfbedeckung mit Krempe. Beobachten Sie Ihre Haut! Regelmässige dermatologische Kontrollen sind sinnvoll. 

 

Quelle: Modifiziert nach Aktion Lichtblick Broschüre "Photodynamische Therapie bei Aktinischen Keratosen"

 

PDT bei Basazellkarzinomen

Sanfte uns ästhetisch ansprechende Entfernung vom weißen Hautkrebs (aktinische Keratosen, Basalzellkarzinom) mit Laser und einem Lichtsensibilisator an schlecht operablen Stellen

Wenn man Hautkrebs operieren kann, soll man es tun. Aber Problemtumore an Problemstellen bei Problempatienten sind mitunter eine chirurgische Herausforderung. Ein großflächigeres, zudem schlecht operabler weißer Hautkrebs  (Basalzellkarzinom, BCC) an der Nasenspitze, dem Augenwinkel oder der Ohrmuschel ist therapeutisch sehr anspruchsvoll, besonders wenn das Ergebnis auch noch ästhetisch ansprechend aussehen soll. Erschwerend wirken oft im höheren Lebensalter verordnete Gerinnungshemmer oder die strikte Ablehnung mancher Patienten gegenüber kosmetische weniger ansprechenden Hautverschiebungen (Lappenplastiken) oder einer stationären Einweisung.

Beginnender weißer Hautkrebs, wie aktinische Keratosen können, besonders wenn sie vermehrt am Kopf auftreten, mit einem Lichtsensibilisator behandelt werden. Wenn man diese Behandlung, die photodynamische Therapie (PDT) heißt, konventionell durchführt, hat man je nach Studie nur einen 69%igen Erfolg. Patienten wünschen aber eine möglichst 100%ige Entfernung des Krebses. In diesen Fällen können moderne Methoden, eine Optimierung der PDT, ästhetisch sehr ansprechend Abhilfe leisten mit besseren Resultaten. Hierbei wird mit einer speziellen med. Waschung der pH-Wert der Haut verändert, womit Betäubungscremes viel besser wirken. Nun ist die Haut vorbereitet für eine sanfte Laserabtragung der Barriereschicht, womit der Lichtsensibilisator in tiefere Schichten eindringen kann. Mit einer Lampe im langwelligen Lichtbereich (um 635 nm) werden die bösartig veränderten Zellen zerstört, womit dann gesunde Zellen einwachsen können. Diese Methode kann wiederholt werden, bis die Haut tumorfrei ist. Und als Nebeneffekt sieht die Haut besser aus als zuvor, da die Lichtgeschädigte Haut ebenfalls verjüngt wird.

Auch dickerer weißer Hautkrebs, wie das noduläre Basaliom (nBCC), können auf diese Methode behandelt werden. Nur kanalisiert man hierbei den Tumor mit dem Laser, damit der Lichtsensibilisator noch besser den Tumor erfasst. Mithilfe eines langanhaltenden Lokalanästhetikums kann im Anschluß eine schmerzlose Doppel-Kurzbelichtung mit einer Blitzlampe (IPL) erfolgen.

Die Behandlungen sind schnell, schmerzärmer, preiswerter (keine stat. Einweisung), mit geringer Ausfallzeit bei besserem ästhetischen Ergebnis und höherer Erfolgsrate ohne Altersbeschränkung durchzuführen.

Diese Methode zur Behandlung o.g. Tumoren ist wundervoll, vielversprechend und zukunftweisend.

Nur sehr wenige Dermatologen in Deutschland führen die Behandlung wie oben beschrieben bisher durch. Sie wird aber den USA und in Asien in der Fachwelt seit längerem angewandt.

 

Für Arztkollegen: Zusammenfassung meines Vortrags zur Tagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft in Düsseldorf 21.05.16

PDT des problematischen Hautkrebses an schlecht operablen Stellen: Laser-Tiefenimplementierung von Lichtsensibilisatoren + Kurzbelichtung mit IPL

Problemtumore an Problemstellen bei Problempatienten sind mitunter eine medizinische Krux. Ein großflächigeres, zudem schlecht operables Basalzellkarzinom (BCC) an der Nasenspitze, dem Augenwinkel oder der Anthelix ist therapeutisch anspruchsvoll, besonders wenn das Ergebnis auch noch ästhetisch ansprechen soll. Erschwerend wirken oft im höheren Lebensalter verordnete Gerinnungshemmer oder die strikte Ablehnung mancher Patienten gegenüber Lappenplastiken oder einer stationären Einweisung.

Ziel der Arbeit war, die konventionell enge Grenze der photodynamischen Therapie (PDT) zu erweitern zur Behandlung nodulärer (nBCC) und sklerodermiformer Basalzellkarzinome (mBCC). Denn bei diesen Tumoren ist die Tiefenpenetration des Photosensibilisators das therapeutisch einschränkende Kriterium.

Hierzu planierten wir schlecht operable nBCC und mBCC zunächst mit einem ablativen Laser. Dann perforierten wir tief und engmaschig den verbleibenden Tumor mit dem Laser und trugen einen Lichtsensibilisator für drei Stunden auf. Mithilfe eines langanhaltenden Lokalanästhetikums konnte im Anschluß eine schmerzlose Doppel-Kurzbelichtung mit einer Blitzlampe (IPL) erfolgen.

Die Behandlungen aller acht präsentierten Tumore waren leicht, schnell, schmerzärmer, preiswerter (keine stat. Einweisung), mit geringer Downtime bei besserem ästhetischen Ergebnis ohne Altersbeschränkung durchzuführen. Sie blieben im bisherigen Beobachtungszeitraum von sechs bist neun Monaten rezidivfrei. Alle Patienten befinden sich in engmaschigen Nachkontrollen. 

Die Methode zur Behandlung o.g. Tumoren ist wundervoll und vielvesprechend. Sie ist aber noch nicht hierfür zugelassen. Es handelt sich daher juristich gesehen um einen Therapieversuch.

Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen(BVDD), Ärzteverband Deutscher Allergologen  (AeDA), International Soceity for Dermatologic Surgery (ISDS) 
Dr. med Dierk Steinmann | Viehmarktplatz 7| 54290 Trier | Tel: +49-(0)651 - 42 525

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