So wired die Hyposensibilisierungs-Behandlung durchgeführt:
1. Eine Hyposensibilisierung wird über einen längeren Zeitraum, in der Regel drei Jahre lang, durchgeführt. Bei Bedarf kann die Behandlung auf weitere zwei Jahre erweitert werden. Die Zeitabstände der Injektionen bzw. der Einnahme der Tropfen und die Arzttermine müssen konsequent eingehalten werden.
2. Ihre Allergene müssen zweifelsfrei und (möglichst) vollständig bekannt sein. Es gibt keine Hyposensibilisierung „auf Verdacht". Sie sollten, wenn Sie diese Behandlung beginnen, abgesehen von der Allergie, gesund sein. Falls sich Ihr Gesundheitszustand geändert hat oder Sie beispielsweise das Gefühl haben, es bahnt sich bei Ihnen eine Erkältung an, müssen Sie dies Ihrem Arzt vor der Injektion mitteilen. Auch die Tropfen zur Hyposensibilisierung dürfen dann nicht eingenommen werden. Bleiben Sie nach jeder Injektion immer noch eine halbe Stunde in der Praxis. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahme ist die Möglichkeit einer allergischen Allgemeinreaktion nach Injektion einer Allergenlösung.
Das passiert glücklicherweise nur sehr selten und ist durch eine schnelle ärztliche Behandlung beherrschbar. Wenn also während der Wartezeit ungewöhnliche Symptome (Jucken im Rachen, an der Hand, an den Fußsohlen, Niesreiz, Husten, Atemnot, Hautjucken, Hitzegefühl, Unwohlsein) auftreten, müssen Sie sich sogleich an den Arzt oder die Arzthelferin wenden. Seit meiner Niederlassung im Januar 1999 habe ich allerdings keine solche Reaktion bei meinen Patienten erlebt. Wappnen Sie sich mit genügend Geduld und fragen Sie sich nach etwa 2 Jahren Behandlung, ob Ihr Heuschnupfen schon gelindert wurde. In den meisten Fällen wird dies der Fall sein. Da jeder Mensch anders ist und anders reagiert, ist jedoch nicht bei jeder Allergie und Allergieform eine Hyposensibilisierung sinnvoll. Wie oben beschrieben, ist es auch möglich, daß eine Besserung der Symptome beispielsweise schon nach einer Sanierung der Wohnräume eintritt.