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Sich in seiner Haut wohlfühlen

 
DERMATOLOGIE

Lichttherapie

Hauterkrankungen wie die Schuppenflechte (Psoriasis), die Neurodermitis (atopisches Ekzem) oder das Handekzem lassen sich mit verschiedenen UV-Lichtarten (UVA, UVB, SUP) erfolgreich behandeln. Die Hautarztpraxis bedient sich in besonderen Fällen eines Lichtsensibilisators (als Creme oder Tabletten), um die Wirksamkeit des heilenden Lichtes zu erhöhen.

Haben Patienten eine starke Entzündung und/ oder Schuppung am behaarten Kopf, können Sie von einem speziellen Lichtkamm Gebrauch machen. Bei klarem Ansprechen der Therapie kann ein Antrag an die Krankenkasse auf ein Heimgerät gestellt werden. So ersparen sich Patienten einen häufigen Besuch der Praxis. Jene Patienten jedoch müssen weiterhin unter hautärztlicher Kontrolle bleiben.

Urlaub in der Sonne - noch verantwortbar?
Bei vernünftigem Umgang mit der Sonne kann der Jahresurlaub auch in Zukunft in südlichen Gefilden genossen werden. Die Bestrahlung der Haut mit UV-Strahlen kann niemals ganz vermieden werden, wobei die individuelle Hautbelastung weitgehend von unserem eigenen Verhalten abhängig ist. Gesunde Haut verträgt erhebliche Mengen an Sonnenstrahlen und repariert sich selbst, wenn wir ihr die Zeit dazu geben.

Im Vergleich zu den UV-Dosen, die wir im Urlaub freiwillig auf uns nehmen, ist die individuelle Mehrbelastung durch unausweichliche Umweltfaktoren bisher vernachlässigbar. Eine 10%ige Reduktion des stratosphärischen Ozons aufgrund des „Ozonlochs" führt z. B. zur gleichen UV-B-Intensität wie ein Ausflug auf einen 1000 m hohen Berg oder eine Reise 1000 km in den Süden. Zu Sonnenschutzmitteln können Sie von Ihrem behandelnden Arzt eingehender informiert werden.

Die folgenden Ratschläge fassen die wichtigsten Regeln zum vernünftigen Umgang mit der Sonne im Urlaub zusammen. Die Haut muß langsam an die Sonne gewöhnt werden. Die Hautalterung durch die tief eindringenden UV-A-Strahlen wird dadurch zwar kaum vermindert, aber die Krebs- und Sonnenbrandgefahr durch UV-B nimmt ab. Das erste Sonnenbad in praller Sonne sollte auch mit Sonnenschutzmittel nicht länger als 10-20 Minuten dauern. Pro Sonnenbad sollte die Bestrahlungsdauer anfangs um ca. 10 Minuten, später um nicht mehr als 10-20% gesteigert werden (solange die Haut nicht mit Rötung und anderen Vorboten eines Sonnenbrandes reagiert). Sonnencremes sind ca. 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufzutragen. Wiederholtes Auftragen während des Sonnenbades ist ratsam, verlängert aber die Schutzzeit nicht. Die Mittagszeit sollte man zur Siesta im Schatten nutzen. Nase, Ohren und Lippen benötigen besonders intensiven Schutz mit speziellen Mitteln, besonders angesichts der hohen Sonneneinstrahlung beim Wassersport, Bergsteigen und Skifahren. Ihre Ärzte beraten Sie dahingehend gerne. Nach dem Baden und Abtrocknen sollten auch die „wasserfesten" Sonnenschutzmittel erneut aufgetragen werden. Falls die Belastbarkeit der Haut einmal überschritten ist, bemerkt man eine Rötung und deutliches Spannungsgefühl. Nachschmieren von Sonnenschutzmitteln kann den Schaden nicht mehr beheben. Nur noch eins ist wichtig für diesen Tag: „´raus aus der Sonne, hinein in schattige Gemächer“. Nach dem Sonnen sollte die Haut mild gereinigt und gepflegt werden. Nach dem Urlaub helfen Feuchtigkeitscremes gegen übermäßige Hautschuppung - die Bräunung verschwindet dann etwas langsamer. Eine Fortsetzung der Sonnenbäder nach dem Urlaub im Solarium ist nicht empfehlenswert. Die Haut benötigt jetzt eine Erholungsphase. Mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr sind immer von Übel - egal ob Natursonne oder Solarium. Kinderhaut ist dünn und empfindlich, sie ist durch die Sonne besonders gefährdet. Weil Kinder und Jugendliche gerne halbnackt im Sommer herumtollen, hat unsere Haut mit 18 Jahren rechnerisch schon mehr als die Hälfte der Gesamtsonnendosis unseres Lebens ertragen müssen. Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko nachweisbar. Je höher im Gebirge und je näher am Äquator, um so gefährlicher wird die Sonne. Speziell in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr ist der Anteil der schädigenden UV-Strahlen besonders hoch. Auch bei bedecktem Himmel kann ein Sonnenbrand entstehen. Kinder unter 3 Jahren sollten der Sonne niemals direkt ausgesetzt werden. Kleinkinder sollten zusätzlich zum Sonnenschutzmittel immer durch Kleidung geschützt werden, z.B. durch breitkrempigen Hut und Hemdchen. Nasse Baumwollkleidung läßt noch ca. 20 % der Sonnenstrahlen durch, trockene immerhin noch 6 %. Daher sollte anfangs auch darunter eingecremt werden - übrigens auch unter dem Sonnenschirm. Die Stiftung Warentest bewertete fast alle im Mai 1995 getesteten Sonnenschutzmittel für Kinder gut oder sehr gut - lediglich die Auswaschbarkeit von einigen der Mittel war mangelhaft (sie konnten gelbe Flecken auf synthetischen Stoffen hinterlassen). Kindersonnencremes sind relativ fetthaltig, sie werden auch von Erwachsenen mit trockener Haut als angenehm empfunden.

Für hautempfindliche Kinder sollte ein Produkt ohne Parfüm und ohne Konservierungsstoffe ausgewählt werden. Ihre Ärzte beraten Sie dahingehend gerne genauer. Eltern sollten sich übrigens nicht zu sehr auf den angegebenen Sonnenschutzfaktor verlassen. Für Kinder sollte man immer einen hohen Schutzfaktor wählen und die - rein rechnerische - Sonnenschutzdauer niemals gänzlich ausreizen. Nach ca. 2/3 der errechneten Schutzdauer sollte das Kind in den Schatten.

 

Key-words: Lichttherapie Medizinisch kontrolliertes Solarium, UVA, UVB, SUP, PUVA

Dr. med Dierk Steinmann | Viehmarktplatz 7| 54290 Trier | Fon: +49-(0)651 - 42 525 |e-mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailhautarzt-trier(@)gmx.de
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